Schriften zur Erziehung und Bildung im WWW
von Dr. Joachim Rumpf

 

 

Die elektronischen Medien und unsere Kinder
Einige Faustregeln

 


1. Kinder brauchen für eine positive Entwicklung ihrer körperlichen, seelischen und geistigen Fähigkeiten keine Bildschirmmedien.

2. Zu den Grundbedürfnissen von Kindern gehören unter anderem:

ein überwiegend friedfertiges und harmonisches familiäres Umfeld,
Bewegung (z. B. sich austoben und Sport treiben können),
Anregungen und Förderung sozialer Kontakte (z. B. andere Kinder, Gruppen- und Gesellschaftsspiele),
kreative Herausforderungen (z. B. Malen, Basteln, Musizieren).
Im Spiel füllt eine Vielzahl derartiger Aktivitäten den Kindertag aus. Sie bedürfen lediglich der liebevollen, geduldigen und ausdauernden Unterstützung durch uns Erwachsene.

3. Ein Kind ist von Natur aus ein aktiver Erkunder - kein passiver Empfänger! Diesem natürlichen Bedürfnis gebührt in Erziehung und Bildung Vorrang vor allen eher konsumierenden Freizeitfüllern.

4. Bis zum Ende des dritten Lebensjahres sollten Bildschirmmedien - wenn überhaupt - nur eine ganz marginale Rolle im Kinderleben spielen. Bis zur Vollendung des vierten Lebensjahres fällt es Kindern schwer Filme zu verarbeiten.
Filme, auch die, die speziell für Kinder gemacht worden sind, sollten - bis zum Alter von zwölf Jahren - stets in Gegenwart von Anderen - vor allem den Eltern - angeschaut und den Kindern Gelegenheit gegeben werden, über das zu sprechen und kreativ zu verarbeiten, was sie sehen und hören.

5. Je länger Kinder an jedem Kindertag aktive Erkunder sein können und je kleiner der Anteil passiven Konsumierens oder vorgestanzter Spielsequenzen ist, umso geringer ist die Gefahr, dass ihnen der Gebrauch von elektronischen Medien in ihrer Entwicklung schadet.

6. Bildschirmmedien, vor allem die modernen Kommunikationstechnologien, bereichern unser Leben und können uns nützen, wenn wir deren Funktionen zweckmäßig und sinnvoll verwenden.

7. Was für den Einzelnen zweckmäßig und sinnvoll ist, entscheidet und verantwortet jeder Erwachsene für sich und seine Kinder selbst.

 

Anmerkung:
Die hier grob skizzierten Erkenntnisse und Empfehlungen bedürfen der Begründung, Erläuterung und Ergänzung. Entsprechende Informationen finden sich sowohl auf dieser Homepage als auch in jenen, auf die die Links der Aktion Jugendschutz unter "Elterntalk" oder die Linkempfehlungen der Seiten "Medienkompetenz NRW" verweisen.


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